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Bei körperlichem Kontakt mit dem Stromnetz (Körperschluss) beeinflusst der elektrische Strom ab einer bestimmten Stärke die Gehirn- und Nervenimpulse zur Kontrolle der Muskelbewegungen. Die Muskeln ziehen sich unkontrolliert zusammen. Dadurch ist es oft nicht mehr möglich, den unter Spannung stehenden Gegenstand aus eigenem Willen loszulassen. Die von eine Stromschlag ausgehende Gefahr für Leib und Leben hängt von mehreren Faktoren ab: Höhe der Spannung, Stärke des elektrischen Stroms, Widerstand des menschlichen Körpers und Einwirkdauer auf den Körper. Unmittelbar lebensgefährlich wirken Körperströme ab etwa 30 mA, die etwa eine halbe Sekunde fließen. Dabei entsteht Herzkammerflimmern, bei dem das Herz zwar schnell, aber ohne „Pumpleistung“ schlägt. Dadurch entfällt die Sauerstoffversorgung des Gehirns. Nach etwa drei bis fünf Minuten treten bleibende Schäden auf. Aber auch schon bei geringeren Strömen können Situationen mit lebensbedrohlichen Folgen auftreten, wenn man z.B. durch das Zusammenzucken von einer Leiter fällt… ...nur Vorsorge bietet Schutz!Laut einer Statistik des Wirtschaftsministeriums gab es vor 1980 jährlich über 40 Stromunfälle mit Todesfolge. Heute sterben „nur mehr“ durchschnittlich sechs Menschen im Jahr an einem Stromschlag. Der seit 1998 verpflichtende Zusatzschutz und die so genannte Nullungsverordnung zeigen Wirkung. Das dreistufige Schutzkonzept zur Verminderung der Stromunfälle war eine österreichische Pionierleistung, die heute noch in Europa Vorbildwirkung hat. Was kann ich machen, um mich vor Stromunfällen in Haus und Wohnung zu schützen? Neben Verhaltensmaßnahmen (Aufmerksamkeit und verantwortungsvoller Umgang mit Elektrogeräten, Achten auf das ÖVE-Prüfzeichen) sollten gesetzlich und behördlich vorgeschriebene Maßnahmen penibel berücksichtigt werden. Die meisten Gefahren gehen erfahrungsgemäß von einem selbst aus. Neben persönlichem Fehlverhalten ist die falsche Einschätzung des eigenen Könnens oft Ursache von Unfällen, die im Nachhinein leicht hätten vermieden werden können. Dies gilt insbesondere bei der Planung und Umsetzung von Elektroinstallationen sowie im Hinblick auf die erforderlichen Wartungs- und Reparaturarbeiten. Ein umfassender Schutz mit aufeinander abgestimmten FI-, LS-Schaltern sowie diversen Überspannungsschutzmaßnahmen stellen die beste Grundvorsorge dar. Darüber hinaus sollten beim Betrieb von Elektrogeräten einige allgemeine Maßnahmen beachtet werden. Eine Broschüre die diese Thematik genauer erläutert und nützliche Tipps gibt wurde von der Bundesinnung der Elektro- und Alarmanlagentechnik, dem Versicherungsverband Österreich, dem österreichischen Bundesfeuerwehrverband und Möller entwickelt. Diese so genannte "Personenschutzfibel" ist bei uns im Betrieb erhältlich und steht auch hier auf unserer Website als PDF zum Download bereit! >> Gehen Sie mit dem E-Check auf Nummer Sicher!
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